Einsatz als Barriere-Scouts in Altona

Gestern waren wir zu zweit als Barriere-Scouts in der Asklepiosklinik in Hamburgg-Altona unterwegs. Ich als Rollstuhlfahrerin und eine Fußgängerin.

In Zusammenarbeit mit den Asklepios Kliniken Hamburg führt die Patienten-Initiative e.V. (patienteninitiative.de) eine Bestandsaufnahme zur Barrierefreiheit im Krankenhaus durch.
Ziel ist, Patienten eine Orientierung bei der Wahl ihres Krankenhauses zu geben. Denn es gibt derzeit kaum Informationen darüber, ob und wie Menschen mit Behinderung vor Ort zurecht kommen.

Unsere Aufgabe war, Punkt für Punkt alle öffentlich zugänglichen Bereiche zu prüfen auf:

  • bauliche Barrieren, erschwerten Zugang zu den Sanitärbereichen

  • fehlende Markierungen zur Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen

  • Hinweisschilder, die ganz fehlen oder schwer lesbar sind

  • Kommunikationswege, die ungeeignet für gehörlose Menschen sind.

Scouts_Web

Barriere Scouts der Patienteninitiative

Die Patienteninitiatve e. V. hat in Kooperation mit den betreffenden Verbänden und Einrichtungen Kriterien entwickelt, die für eine Beurteilung an allen sieben Standorten der Asklepios-Häuser gültig sein sollen. Die Häuser sind über das Stadtgebiet verteilt, in Barmbek, Hamburg Nord, Altona, Rissen, St. Georg, Harburg und Wandsbek.

Bewaffnet mit der Checkliste, einer Kamera und einem Maßband  sind wir am letzten Montag losgezogen.

Mein persönliches Fazit unserer Begehung:

Wir sind überall sehr freundlich aufgenommen worden und konnten uns ansehen, was wir wollten.

Gespannt bin ich auf die detaillierten Ergebnisse unserer Scout-Ausflüge und deren Auswertungen. Hoffentlich motivieren die Ergebnisse die jeweiligen Klinikleitungen, dringend notwenige Veränderungen anzugehen. Von den Asklepios Kliniken wurde zugesagt, Ergebnisse über Barrierefreiheit und Ausstattungs-Details der jeweiligen Klinik zu veröffentlichen.

Hoffentlich bleibt es nicht bei der Veröffentlichung und der wenig befriedigenden Aussage, man könne nichts machen, weil das Geld fehle oder der Denkmalschutz Veränderungen verböte.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

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