Eigene Hürden

Oft hindern die eigenen Hürden im Kopf, Veranstaltungen zu besuchen, die man eigentlich gern besuchen würde. Groß ist die Angst davor, mit einem Hilfsmittel gesehen zu werden. Man überlegt sich, was die anderen wohl denken könnten. Einfacher wird es, wenn man sein Hilfsmittel ganz selbstverständlich nutzt. So, wie man eine Brille nutzt, um besser sehen zu können. Am Anfang ist der Anblick für andere vielleicht ungewohnt, aber irgendwann fällt es gar nicht mehr besonders auf. Und ein Vorteil ist, man wird schnell wieder erkannt.

„Es ist nicht wichtig, ganz ohne Rollstuhl auszukommen“

Reportage von Veronika Szentpetery

Da ist der Bordstein am Zebrastreifen. Der Schotterweg, der nicht asphaltiert ist. Die Treppen. Der Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und S-Bahn-Einstieg. Kleine Schritte für die meisten Menschen, oft unüberwindbare Hindernisse für Rollstuhlfahrer.

Andrea Schanker (Name geändert) braucht ihren Rollstuhl nicht immer, denn sie kann, wenn auch nur mit Hilfsmitteln, noch gehen. Aber ganz ohne ihn kommt sie auch nicht mehr aus. So wie heute. Die 41-Jährige Stadtplanerin, die im Westen Hamburgs im Stadtteil Groß-Flottbek wohnt, hat einen Termin beim Arbeitsamt in der Innenstadt. Sie muss rechtzeitig mit ihrem Wagen losfahren, um nicht zu spät zu kommen, falls sie keinen Parkplatz bekommt, der nah am Eingang ist. „„Es ist nicht wichtig, ganz ohne Rollstuhl auszukommen““ weiterlesen